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Neuerungen in linuxmuster.net 7.3

Upgrade 7.2 -> 7.3

Wird in einem Schritt von dem Skript linuxmuster-release-upgrade erledigt. Es muss eine Sicherheitsabfrage bestätigt werden. Anschließend ist ein Reboot fällig.

Die Skript-Parameter --force --reboot überspringen die Sicherheitsabfrage und führen den abschließenden Reboot automatisch aus.

Links

Installation "from scratch"

Erfolgt analog zu linuxmuster.net 7.2 (siehe https://github.com/linuxmuster/linuxmuster-prepare#linuxmuster-prepare).

Zertifikatserneuerung

Zur Erneuerung der beim Setup erstellten selbstsignierten Zertifikate gibt es das Skript linuxmuster-renew-certs:

Usage: linuxmuster-renew-certs [options]

[options] may be:

-c <list>, --certs=<list> : Comma separated list of certificates to be renewed ("ca", "server" and/or "firewall" or "all").
-d <#>,    --days=<#>     : Set number of days (default: 7305).
-f,        --force        : Skip security prompt.
-n,        --dry-run      : Test only if the firewall certs can be renewed.
-r,        --reboot       : Reboot server and firewall finally.
-h,        --help         : Print this help.
  • Es wird empfohlen, vor der Erneuerung des Firewallzertifikats zu überprüfen, ob die ursprünglich beim Setup erzeugte Zertifikatskette noch gültig ist und das Zertifikat erneuert werden kann (Option -n).

  • Nach erfolgter Zertifikatserneuerung müssen Server und/oder Firewall neu gestartet werden, damit Änderungen wirksam werden.

  • CA-, Server- und Firewallzertifikate können unabhängig voneinander mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer erneuert werden (Option -c).

  • Wenn das CA-Zertifikat erneuert wird, müssen zwingend auch Server- und Firewallzertifikate erneuert werden, da diese auf der CA basieren.

Gültigkeitsdauer überprüfen

  • auf dem Server:

    • openssl x509 -in <pem-Datei> -noout -text
  • auf der OPNsense-Firewall:

    • System: Sicherheit: Zertifikate
    • System: Zugang: Tester
    • Dienste: Squid: Einmalige Anmeldung: Kerberos-Authentifizierung

Links

Automatisches Image seeding

Während des Linbo-Bootvorganges werden automatisch Torrent-Seeder-Prozesse für alle im Cache abgelegten Images gestartet.

Links

Linbo-Konfiguration (start.conf)

Syntax der Linbo-start.conf wurde konsolidiert und obsolete Optionen entfernt: Server | SystemType | Version | Image | Boot | Hidden

Aktuelle Beispiel-start.conf:

[LINBO]
Group = ubuntu
Cache = /dev/disk0p3
RootTimeout = 600
AutoPartition = no
AutoFormat = no
AutoInitCache = no
DownloadType = torrent
BackgroundFontColor = white
ConsoleFontColorStdout = lightgreen
ConsoleFontColorStderr = orange
KernelOptions = quiet splash
Locale = de-DE

[Partition]
Dev = /dev/disk0p1
Label = EFI
Size = 200M
Id = ef
FSType = vfat
Bootable = yes

[Partition]
Dev = /dev/disk0p2
Label = UBUNTU
Size = 30G
Id = 83
FSType = ext4

[Partition]
Dev = /dev/disk0p3
Label = CACHE
Size =
Id = 83
FSType = ext4

[OS]
Name = Ubuntu
Description = Ubuntu 24.04
IconName = ubuntu.svg
BaseImage = noble.qcow2
Root = /dev/disk0p1
Kernel = vmlinuz
Initrd = initrd.img
Append = ro splash
StartEnabled = yes
SyncEnabled = yes
NewEnabled = yes
Autostart = no
AutostartTimeout = 5
DefaultAction = sync

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Hardware-Info / verbessertes Logging

Mit dem Tool hwinfo kann die Hardware-Information des Clients ausgelesen werden. Linbo erstellt pro Client einmalig eine gzippte hwinfo-Datei und lädt sie nach /srv/linbo/log/<hostname>_hwinfo.gz auf den Server.

Die Konsolen-Ausgaben des Linbo-Clients werden jetzt übersichtlicher in eine Datei geloggt: /srv/linbo/log/<hostname>_linbo.log.

Links

Einheitliche Partitionsnamen

Unabhängig vom verbauten Festplattentyp (SATA, NVME etc.) können Partitionen jetzt mit einheitlichen Namen angesprochen werden.

Namensschema:

  • Platte 1: /dev/disk0
  • Platte 2: /dev/disk1
  • Partition 1: /dev/disk0p1
  • Partition 2: /dev/disk0p2

Vorgaben

  • Linbo legt beim Bootvorgang entsprechende Symlinks zu den tatsächlichen Devices an.

  • Eine NVME-Disk wird immer als erste Platte (disk0) definiert.

  • Eine USB-Platte wird immer als letzte Platte definiert.

  • Aktuelles start.conf-Beispiel siehe oben.

Links

VNC-Server

  • Bei Verwendung des Linbo-Kernel-Parameters vncserver wird während des Bootvorgangs ein xvnc-Dienst gestartet. Der Dienst akzeptiert nur Verbindungen von der Server-IP eingehend auf Port 9999.

  • Legt man von seinem PC ausgehend einen SSH-Tunnel durch den Server an ssh -L 9999:<Client-IP>:9999 root@<Server-IP> kann man danach direkt per vncviewer localhost:9999 auf die Linbo-Clientoberfläche zugreifen.

Links

Live-System von ISO booten

Stellt man eine ISO-Datei von einem Linux-Live-System als Imagedatei bereit, kann diese bei entsprechender Konfiguration von der Linbo-Clientoberfläche aus gestartet werden.

Vorgehensweise

  • ISO-Datei unter /srv/linbo/images bereitstellen.

    • Beispiel: ubuntu-24.04.2-desktop-amd64.iso
    • auf dem Server unter
      /srv/linbo/images/ubuntu-24.04.2-desktop-amd64/ubuntu-24.04.2-desktop-amd64.iso ablegen.
    • Torrent- und Info-Datei erzeugen mit
      linbo-torrent create ubuntu-24.04.2-desktop-amd64.iso
  • ISO-Datei auf dem PC mounten und

    • Pfade von Kernel und Initrd herausfinden (liegen in der obigen Beispiel-ISO im Verzeichnis casper).
    • Kernel-Append-Parameter herausfinden (unter boot/grub/grub.cfg oder isolinux.cfg). Die Parameter splash, quiet, findiso und iso-scan können weggelassen werden, da sie automatisch erzeugt werden.
  • OS-Abschnitt in die start.conf eintragen, bei Root die Cachepartition verwenden:

    [OS]
    Name = Ubuntu (Live)
    Description = Ubuntu 24.04.2 Desktop Live
    IconName = ubuntu.svg
    BaseImage = ubuntu-24.04.2-desktop-amd64.iso
    Root = /dev/disk0p3
    Kernel = casper/vmlinuz
    Initrd = casper/initrd
    Append = locales=de_DE.UTF-8
    StartEnabled = yes
    SyncEnabled = no
    NewEnabled = no
    Autostart = no
    AutostartTimeout = 5
    DefaultAction = start
    
  • Abschließend auf dem Server linuxmuster-import-devices aufrufen.

Sonstiges

Firmware

Firmware ist in Ubuntu 24.04 zst-komprimiert. Firmware-Dateien können in /etc/linuxmuster/linbo/firmware aber wie bisher ohne .zst-Extension angegeben werden.

Kernel

Verwendete Linbo-Kernelversionen:

OPNsense-Firewall

  • Version 25 ist jetzt Installationsvoraussetzung.
  • Nach dem Setup sind auf der OPNsense unter Dienste: Unbound DNS: Query Forwarding die Quad9-DNS-Server eingetragen (9.9.9.9 und 9.9.9.10). Das kann geändert werden, falls andere DNS-Server als Forwarder verwendet werden sollen.